Fahrlehrerausbildung für Klasse BE

(Grundausbildung)

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Wie werde ich Fahrlehrer*in?

So läuft die Fahrlehrerausbildung ab:

 

Die Fahrlehrerausbildung dauert insgesamt ca. 13 bis 32 Monate.

 

Am Anfang werden mindestens 8 Monate bei uns in der Fahrlehrerausbildungsstätte absolviert. Danach folgt ein Praktikum in der Ausbildungsfahrschule, das 4,5 bis 24 Monate dauert.

VoraussetzungeN

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Die Frage “Wie wird man Fahrlehrer*in?” ist nicht so leicht zu beantworten wie bei anderen Berufen. Bei der Fahrlehrerausbildung handelt es sich nämlich nicht um einen direkten Berufseinstieg. Wer Fahrlehrer*in werden möchte, muss bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Lehrberuf bzw. eine gleichwertige Vorbildung besitzen. 

 

Welche Vorbildung als gleichwertig anerkannt wird, entscheidet die zuständige Behörde individuell nach Einzelfall. Häufig werden Abitur, Fachhochschulreife, ein Facharbeiterbrief oder eine bestandene Prüfung zum mittleren Dienst (z. B. Unteroffizier*in) anerkannt. Die Ausbildung ist also gewissermaßen immer eine Umschulung zum Fahrlehrer/ zur Fahrlehrerin.

Weitere Voraussetzungen:

Das Mindestalter beträgt 21 Jahre. Die Ausbildung darf bereits mit 20 Jahren begonnen werden, wenn das 21. Lebensjahr bei Abschluss der Ausbildung vollendet ist. 

Eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Lehrberuf oder eine vergleichbare Vorbildung ist nachzuweisen. Bei einem Schulabschluss wie Abitur oder Fachabitur mit Praktikum ist keine Berufsausbildung erforderlich. *

Der 3-jährige Vorbesitz der Klasse B und der Besitz der Klasse BE zum Lehrgangsbeginn sind erforderlich. 

Sprachkenntnisse in Deutsch mit Sprachniveau C1 GER

Körperliche und geistige Eignung

Wann liegt keine persönliche Eignung vor?

Gegen eine persönliche Eignung können z. B. Einträge im erweiterten polizeilichen Führungszeugnis oder im Fahreignungsregister sprechen. Die zuständige Behörde entscheidet – je nach Art und Menge der Vergehen – individuell darüber, ob der/die Kandidat*in trotzdem Fahrlehrer*in werden darf.

*Ausländische Vorbildung müssen vorher vom Straßenverkehrsamt deines Wohnorts anerkannt werden.

anmeldungin

Für die Anmeldung kommst du zu uns in die Fahrlehrerausbildungsstätte. Nach Abschluss des Ausbildungsvertrages bekommst du hier auch die Anmeldebescheinigung ausgestellt, die du ggf. zur Vorlage beim Straßenverkehrsamt, für die Agentur für Arbeit, das Jobcenter oder ähnliches benötigst. 

der Ausbildungsstätte 

Antragbeim
 

Du beantragst beim Straßenverkehrsamt deine Fahrlehrerlaubnis. Hierzu benötigst du: 

Straßenverkehrsamt 

Formloser Antrag 

Personalausweis/Pass 

Führerschein 

Ggf. Bescheinigung über die Anmeldung in der Ausbildungsstätte 

 

Fachärztliches Gutachten zum Nachweis der körperlichen und geistigen Eignung  

Nachweis über die abgeschlossene Ausbildung oder höherwertigen Schulabschluss 

 

Auszug aus dem Fahreignungsregister 

 

Führungszeugnis (zur Behördenvorlage)  

 

Gebühren (nach Gebührenordnung) 

Ausbildung

Die Ausbildung unterteilt sich im Wesentlichen in 3 Phasen:

Fahrschule

01

Einführungsphase

Im ersten Monat lernst du die Abläufe in einer Fahrschule kennen und bekommst einen Einblick in den Aufbau der Fahrlehrerausbildung. Die erste und letzte Woche der Einführungsphase finden in der Fahrlehrerausbildungsstätte statt. In der 2. und 3. Woche machst du eine erste Hospitation (Praktikum) in deiner Ausbildungsfahrschule. Dabei kannst du einige Einblicke in die theoretische und praktische Führerscheinausbildung aus Fahrlehrer*innen-Sicht sammeln. 

Überprüfung des Gesetzes

02

Ausbildung beim FahrerWerk

In der 2. Ausbildungsphase finden die theoretische und praktische Ausbildung in der Fahrlehrerausbildungsstätte statt. Beim Grundausbildungslehrgang BE dauert diese Phase mindestens 7,5 Monate. Im theoretischen Teil der Ausbildung zum/zur Fahrlehrer*in lernst du die Straßenverkehrsvorschriften sowie relevante Aspekte der Fahrschulpädagogik und der Verkehrsverhaltenslehre kennen. Außerdem erwirbst du sowohl allgemeinrechtliche Grundkenntnisse als auch Basiswissen über die Kfz-Technik.  

 

Im praktischen Teil der Fahrlehrerausbildung wirst du zu einem/einer sicheren, verantwortungsvollen und umweltbewussten Fahrer*in weitergebildet. Dafür bekommst du zunächst selbst noch einmal fahrpraktischen Unterricht. Im 4. Ausbildungsmonat findet noch ein 1-wöchiges Praktikum (Hospitation) in der Ausbildungsfahrschule statt. Das dient dazu, die Verknüpfung von Theorie und Praxis zu verstärken. 

Deutschlehrer

03

Lehrpraktikum

Die letzte Ausbildungsphase findet an deiner Ausbildungsfahrschule statt. Zu Beginn des 4,5- bis 24-monatigen Praktikums wirst du deine/n Ausbildungsfahrlehrer*in begleiten (Hospitation). Im Verlauf deiner praktischen Ausbildung zum/zur Fahrlehrer*in wirst du dann auch selbst Theorie- und Praxisstunden durchführen. Anfangs steht dir dabei selbstverständlich dein/e Ausbildungsfahrlehrer*in zur Seite. Während des Praktikums kehrst du für 2 kurze Reflexionsphasen an die Fahrlehrerausbildungsstätte zurück. 

Prüfungen

Welche Prüfungen muss ich ablegen?

Während der Ausbildung zum Fahrlehrer/ zur Fahrlehrerin müssen mehrere Prüfungen absolviert werden, bevor du deine Fahrlehrer-Erlaubnis bekommst.

Fahrpraktische Prüfung

Bei der fahrpraktischen Prüfung musst du beweisen, dass du über die nötigen Fertigkeiten verfügst, ein Fahrzeug der Klasse B/BE sicher, umweltbewusst und verantwortungsvoll im Straßenverkehr zu bewegen. Deine Aufgabe ist es auch anhand deiner Fahrweise der Prüfungskomission darzustellen, wie du später deine Fahrschüler*innen auf den Straßenverkehr vorbereitest. 

Fachkundeprüfung

Am Ende des 2. Ausbildungsteils wird das erworbene Wissen zunächst in einer schriftlichen Fachkundeprüfung und danach in einer mündlichen Fachkundeprüfung abgefragt. Wer beide Teile bestanden hat, erhält eine Fahrlehreranwärterbefugnis. Das ist eine befristete Fahrlehrerlaubnis für die 3. Ausbildungsphase der Fahrlehrerausbildung. 

Lehrproben

Am Ende der 3. Ausbildungsphase finden 2 Lehrproben statt – je eine im theoretischen und praktischen Unterricht. Nach Bestehen der Lehrproben erhältst du eine unbefristete Fahrlehrerlaubnis der Klasse BE. Mit dieser Erlaubnis darfst du als Fahrlehrer*in arbeiten. 

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